Hotel California – ein Filmprojekt mit jungen Geflüchteten

Hotel California from DirectorsCut on Vimeo.

Trailer von Hotel California (auf Grundlage einer früheren Drehbuchversion)

Jugendliche, die nach Deutschland geflüchtet sind, wohnen in einem heruntergekommenen Landhotel. Die Bedingungen sind schlecht, die Stimmung mies. Die Clique aus dem Dorf will nichts von ihnen wissen: «Kein Deutsch, kein Fußball». Mit Elyas kommt neuer Wind in die Unterkunft: Er nimmt nicht alles hin, sucht nach Lösungen (und Pilzen) und stellt die Bude auf den Kopf. Gleichzeitig bröckelt auch die Mauer gegenüber den Einheimischen. Da droht eine Abschiebung und alle müssen Stellung beziehen.
Der Kurzspielfilm erzählt vom Leben junger Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Vor der Kamera stehen 24 Jugendliche, die in Deutschland leben – die Hälfte von ihnen ist in den letzten Jahren aus Afghanistan, Somalia, Indien, der Elfenbeinküste oder dem Iran geflüchtet. Hinter der Kamera setzen professionelle Filmemacher die Geschichte in Szene. Sie haben das Drehbuch gemeinsam mit jungen Schauspielerinnen und Schauspielern erarbeitet, im Rahmen von Workshops des ABC Bildungs- und Tagungszentrums in Drochtersen-Hüll, dessen Arbeitsschwerpunkt die politische Bildung mit neuen Medien ist.
Der Film basiert auf wahren Geschichten. Die Beteiligten spielen aber auch mit Vorurteilen und verwenden bewusst Klischees, um Diskussionen über Alltagsrassismus, Flüchtlingspolitik und Zivilcourage anzuregen und eine Grundlage für weiterführende Diskussionen zu liefern. Hotel California ist ihr gemeinsames Plädoyer für eine offene, menschliche Flüchtlingspolitik.

Der Film ist bereit, um bei möglichst vielen Veranstaltungen gezeigt zu werden. Nach der inoffiziellen Vorpremiere beim Hüller JugendFilmFest, der Premiere in Hamburg wurde der Film mittlerweile bei über 30 öffentlichen Vorführungen sowie in zahlreichen Seminaren gezeigt.

Da der Film nicht nur ein wunderbares ästhetisches Werk ist, sondern auch ein politisches Statement für eine offene Flüchtlingspolitik und ein menschlicheres Miteinander möchten wir den Film „nicht bloß“ zeigen, sondern kommen gerne auch mit Beteiligten zu Diskussionen oder Workshops. Auch zu eurer Veranstaltung! Termine und Details vereinbaren wir gerne:

In der Zeitschrift Außerschulische Bildung wurde ein ausführlichen Artikel zu dem Projekt veröffentlicht.