Archiv des Autors: Claudia

Zeitgemäße Beteiligungsformen

Zu folgenden Fragen sind wir in einen Austausch gegangen:

Was sind zeitgemäße Formen?
Abstand von preudopartizipativen Prozessen zu nehmen, ist zeitgemäß.

Die meisten Jugendlichen drücken ihre Meinung auf digitalen Wegen aus. Ist es möglich hier einen demokratischen, strukturierten Dialog zu schaffen?
Communitys sind oft unmoderiert, Größeneinordnungen unklar, Filterblasengefahr
Ständige Erwartung von Feedback

Woher wissen wir, dass das, was wir als zeitgemäß empfinden, es auch Jugendliche so sehen?
Bedeutet zeitgemäß automatisch digital? Weiterlesen

Darknet

Einstieg: Erklärvideo aus einem Seminar im KLH

Frank erklärt das Seminarformat: Kritische Auseinandersetzung mit dem Internet: Freiheit und Sicherheit

Die ersten Tage Großgruppe (inkl. Mini-LARP zum digitalen Vermächtnis) und dann Werkstattarbeit, z.B. die Erklärvideos

Übergang: Film “Darknet”, Expertengespräch, Mini-Crypto-Party

Simon berichtet über die Fragen, die beim Expertengespräch gestellt wurden

Frage: Wie gehen Bildungsstätten damit um, wenn es um Inhalte geht, die in einer rechtlichen Grauzone passieren? – Betreuung durch Referent_innen, Vermittlung von Medienkompetenz

Frage: Wie funktioniert die Cryptoparty? – Vor allem interessiert die Azubis aus diesem Seminar das Thema Messenger, E-Mails als “Alte-Leute-Medium” interessiert die Zielgruppe nur peripher

Diskussion über Utopie vs. Distophie: Seminar wurde entwickelt, um aus der reinen Opferhaltung zu mündigen Nutzer_innen zu werden, Tools an die Hsnd zu bekommen

Ziel für die Zukunft: Von Big Data zu Open Data

Diskussion zur Smart City: Wie beim Internet kann es Lösung aller Probleme oder Superalptraum werden, je nachdem, wer die Kontrolle hat: Die Demokratie oder die Konzerne

Erklärung, was ein Mini-LARP ist: Alle übernehmen eine Rolle, es gibt kein Publikum. Kurze Erklärung von “Datenwelten 2084”

Faire Honorare in der politischen Bildung

Der Sessiongeber ist Teil des Kollektives Stuhlkreisrevolte (Kollektiv für emanzipatorische Bildungsarbeit und Prozessbegleitung).
Vor kurzem haben sie eine Argumentationshilfe „Gemeinsam für faire Tagessätze“ veröffentlicht: https://stuhlkreisrevolte.de/wp-content/uploads/2018/04/Argumentationshilfe.pdf

Ausgangsfragen: Wie kann man die Honorar-Situation selbständig in der Bildungsarbeit Tätiger verbessern und was bedarf es dafür? Wer kann über Honorarvorgaben entscheiden?

Erfahrungen / Handhabungen / Fragen aus der Runde:
– Vorgaben seitens des Bildungsträgers und der Fördergeldgeber machen es schwierig, ein faires Honorar zu zahlen
– Wie bekommt man Einrichtungen und Schulen dazu, mehr zu bezahlen, was müsste man ihnen dafür ggf. an die Hand geben? Weiterlesen

Bildauswahl für Ausschreibungen etc.

Idee für Session:
– Probleme und Herausforderungen bei Fotos für Workshops, wo es um Diversität/Anti-Bias geht, aber auch allgemein bei Werbung für
– Es soll nicht zu Reproduktion von Othering und von anderen Stereotypen kommen.
– Wie kann man das machen?

Ideen:
– Selbstbestimmte Fotos von Teilnehmenden – heißt aber nicht unmittelbar, dass die Bilder frei von Stereotypen und Festschreibungen sein müssen, oder nicht so gelesen werden können.
– Fotos nicht entkontextualisiert zeigen – z.B. Text auf Foto, oder im Internet als Einblendung, wenn mensch mit Maus auf das Foto geht.
– Abstrahieren (Gefahr, dass Menschen, durch Symbole ersetzt werden und sich somit die Problematik nur verschiebt) – aber trotzdem ein Weg; wie dabei vorgehen: Von konkreten Suchbegriffen abstrahieren und danach suchen.

Wichtige Fragen:
– Wer ist an Bildauswahl beteiligt? Wer entscheidet überhaupt, welche Fotos diskriminierend sind? Wer soll angesprochen werden?
– Ist ein zu hohes Abstraktionsniveau wieder exkludierend?

Links: Jugendfotos.de; Empfehlung von Michel Ariens: Gesellschaftsbilder.de

Das Für und Wider von Webinaren und eLearning

Links und Aspekte aus der Runde:
• Gegen Hate-Speech im Internet https://love-storm.de/
• Skype Roboter in der Bildungsarbeit als virtuelle Teilnehmer*innen

Zugang zu E-Learning:
• Niedrigschwelligkeit der Angebote: Gerade soziale Katageorie. Kommen gerade gut Lernende mit den E-Learning-Angeboten klar?
• Frage: Welche Aufgabenstellung so gut, dass sie auch bei weniger „gut lernenden“ Personen in der außerschulischen Jugendbildung Motivation gibt?

E-Learning ist eine Methode unter vielen: Gleiche Qualitätsansprüche oder sogar noch mehr als bei Präsenzangeboten nötig.

Beispiele: Weiterlesen

Erfahrungsaustausch zu Inklusion von jungen Geflüchteten in politische BIldung

Stichworte zur Session:

– über das Projekt hinaus als Zukunftsprojekt, auch Geflüchtete als Teamer*innen ausbilden, um auch auf dieser Ebene Inklusion von Geflüchteten zu gewährleiten, dazu Fortbildungen. Passt auch zu der gestern schon angesprichenen Thematik, dass PolBil zu ‚weiß‘ ist. Angeboten wird das derzeit schon von der EJBW in Weimar oder auch Doceurope in Hamburg etc. –> hier kommt es aufgrund rechtlicher Beschränkungen zu Problemen

– Konkrete Jugendprojekte – Jugendbegegnungen mit heterogenen Gruppen, etwa Filmprojekte von weltrettung.org
–> Probleme der Teilhabe auch hier aufgrund von rechtlichen Beschränkungen; Residenzpflicht, fehlende Möglichkeiten von Geflüchteten zu politischer Teilhabe.

– Problematik: deutsche Jugendliche, die hier schon lange leben haben weniger Interesse an Jugendbegegnungen als geflüchtete Jugendiche – besser zieht bisweilen das gleiche als internationale Jugendbegegnung auszuschreiben. Weiterlesen

Gedanken zur inklusiven Öffnung von Seminaren

Beispiel Förderschule: Drehbuch / Storyboard auf großer Metaplanwand visualisiert um es immer für alle parat zu haben.

* Piktogramme nutzen:
* Regeln vom Haus
* Was macht eine Filmcrew: https://www.flickr.com/photos/abchuell/16051889309/in/dateposted/
* Show, don’t tell! / Sprache reduzieren
* Schnitzeljagd / Actionbound
* Handzeichen („L“ mit Daumen, Zeigefinger) für Übersetzung
* Sprache
* gesten, zeigen, schauspielerisch, Gebärdensprache (Input/Vorlage)
* einfache, leichte Sprache nutzen (mündlich/schriftlich) –> Mixed Pickles bietet u.a. Fortbildungen an
* gesprochene Sprachen abfragen! Übersetzungen (Sprachressourcen der Teilnehmenden ≠ Murmelübersetzungen, sondern Zeit geben dafür
* im Plenum übersetzen / Gruppenarbeit mit Sprachbuddy
* Wenig Plenum, viel in Kleingruppenarbeit
* WUPs / Spiele (Begegnungen ermöglichen)
* inklusive(re) Teams, wenn nicht möglich Teilnehmende stärker als „Referent_innen“ einbinden, z.B. durch BarCamp-Charakter
* herkunftsspezifische Unterschiede in Lerntypen/Seminarformaten/Lernkultur

Spoken Word & Rettet den Polylux (fälschlicherweise teilweise als Overheadprojektor beziechnet)

–> Verschiedene Sprach/Geräuschübungen, die als Grundlage für Poetische Texte oder Storytelliung dienen können:

Vierzeiler schreiben:
1. Drei Worte frei wählen (oder wahllos aus
2. Nächste Person schreibt 1-2 Wort zu jedem Wort, die assoziiert werden.
3. Nächste Person nutzt dies als Grundlage um Vierzeiler ohne Reimzwang zu verfassen (nicht alle Worte müssen genutzt werden)
Lesen: V.a. für Jugendliche gut um Hemmschwelle zu überwinden: In Paaren gegenseitig vorlesen –> „normale“, flüsternd, schreiend

Storyassoziationen:
Geschichten erzählen im Kreis: Setting, Konflikt, Lösung/Eskalation

WUP: Impuls rumgeben (Worte, Sprache egal, Geräusche)

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Der Polylux: Wir haben probiert… Weiterlesen

Dystopie als wirkungsvolles Lernziel im Bildungsrollenspiel

Diskussions-Session über Dystopien als Szenarien für politische Bildung, insbesondere als Mini-LARP

Input:
Als erste Utopie gilt Thomas Morus‘: „Utopia“. Es ist unklar ob damit oi-topos (guter Ort) oder ou-topos (Nicht-Ort) gemeint war. Heute wird Utopie generell als optimaler Ort gelesen.

In der Zeit der Industrialisierung entstehen erste Dystopien. Die bekanntesten Dystopien sind Brave New World (Adlous Huxley) und 1984 (George Orwell).
Dystopie und Utopie sind Kehrseite voneinander.
Welches Genre dominiert ist abhängig von der gesellschaftlichen Verfassung:
→ in prosperierender Gesellschaft dominieren Utopien
→ in schwierigen Situationen dominieren Dystopien

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Tonny

„Tonny“ ist eine Türöffner-Methode, ein Spiel, um subjektive Eindrücke zu Überwachung zu gewinnen und eigene Einstellungen zu generieren.
Im Spiel haben sich unterschiedliche Positionen abgezeichnet: von „war mir egal“ bis „war sehr unangenehm“
Eine Analogie zu Überwachung im Real Life: die Folgen der Überwachung bleiben unklar Weiterlesen